unitatRote StudentInnenzeitung, Herausgeber: Kommunistischer StudentInnenverband
 
 
Ausgabe 4/03
Religion, Christentum und die Linke
Ausgabe 3/03
Verkauft und ausgehungert - Unis und Studierende im Zeitalter von GATS
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Harter Winter

Editorial

Redaktion

Nun ist es soweit, die ersten nicht mehr unter den Tisch kehrbaren Auswirkungen der grandiosen Gehrer’schen Unireform treffen die österreichischen Hochschulen. Die Unmittelbarkeit, mit der die Auswirkungen greifen, übertrifft selbst pessimistischste Szenarien, welche im Laufe der letzten Jahre ja zur Genüge kolportiert wurden: ganze Institute sind pleite, nicht einmal Büromaterialien können mehr eingekauft werde, ganz zu schweigen von neuen Büchern. Mittlerweile sieht man immer häufiger Rektoren mit Krokodilstränen im Augenwinkel angesichts der Entwicklungen. Aber vorher alle mitmachen, was das Ministerium ausheckt. Jetzt hilft nur mehr, den Entwicklungen und neuen Verschlechterungen verstärkt die Spitze zu bieten. Oder sich die ministeriellen Klasse-Bildung-Propagandafilme anzusehen und einfach zu glauben.
An den streikenden EisenbahnerInnen kann man sich nur bedingt ein Beispiel nehmen. Zwar erlebten wir die größte und konsequenteste Streikbewegung der letzten Jahrzehnte, welche mit großem Mut und Einsatz der EisenbahnerInnen getragen wurde; deren Niederlage in dieser Auseinandersetzung war abzusehen, die EisenbahnerInnen standen allein gegen Regierung und Medien. Und letztlich auch gegen ihre eigene Führung. Zumindest stimmt das Ende des Streiks doch nachdenklich: Haberzettl sprach von einem Erfolg, konnte aber bis heute nicht so recht erklären, worin dieser nun eigentlich bestanden habe. Und als die Zerschlagung der ÖBB dann endlich im Parlament beschlossen wurde, schloss er weitere Streiks aus.
Und dennoch, die Abwehrmaßnahmen wider die Zumutungen der schwarz-blauen Regierung waren und sind positive Entwicklungen, mehr noch: sie sind notwendig. Denn die Ergebnisse von nunmehr knapp drei Jahren Schwarz/Blau sind ernüchternd: Zerschlagung des Bildungswesens, der Eisenbahn, Verkauf der profitabelsten Staatsunternehmen zu Schnäppchenpreisen und – zum Drüberstreuen – die endgültige Aushebelung der österreichischen Neutralität.
Dem allen muss unser aller Entgegenstemmen gelten, und auch die Unitat versucht, hierzu einen kleinen Beitrag zu leisten. Leider ist unsere finanzielle Lage nach wie vor äußerst prekär, der Weiterbestand der Unitat noch nicht gesichert. Nach wie vor sind wir darauf angewiesen, dass Abos und Soliabos bestellt werden (unter unitat@reflex.at) sowie Spenden jeglicher Größenordnung in unseren Druckkostentopf fließen.





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