Prestigeprojekte statt Politik für die Menschen
Wut und Unverständnis empfinden derzeit viele Salzburger Studierende gegenüber der katastrophalen Uni-Politik von Landeshauptmann Schausberger.

Florian Schwaninger
Diese Wut hat ihre guten Gründe, denn Salzburg befindet sich momentan in einer Vorreiterrolle in Sachen neoliberaler elitärer Bildungspolitik, deren abstrakte Theorie aus neokonservativen Think-tanks zu mehr und mehr für uns alle spürbarer Praxis wird.
Wie die Unitat bereits in ihrer letzten Ausgabe berichtete, öffnet im Herbst in Salzburg eine medizinische Privatuni für einige wenige auserwählte StudentInnen ihre Tore. Das Geld für dieses Schausbergersche Prestigeprojekt stammt jedoch zu 40% aus der öffentlichen Hand, was den privaten Charakter dieser Elitezuchtanstalt in Frage stellt. Bereits im letzten Wahlkampf forderte der KSV Salzburg den seit Jahren verschobenen und nun endgültig gecancelten Bau des Uniparks Nonntal. Zu diesem Zweck wurde auch eine Unterschriftenaktion durchgeführt. Die seit den letzten Wahl angeschlagene AG versucht nun interessanterweise im jetzigen Wahlkampf mit einer derartigen Unterschriftensammlung verlorenen Boden wieder wettzumachen. Glaubwürdig ist diese Pseudo-Aktion jedoch sicherlich nicht, bedenkt man die fínanzielle Abhängigkeit der AG von ihrer Mutterpartei, sowie die unzähligen Parteikarrieren ehemaliger, auch Salzburger AG-FunktionärInnen.
Im Bild: Peter März, Spitzenkandidat des KSV für die ÖH Uni Salzburg.
Unitat 2/03 | Zurück in die Zukunft. Sozialismus gestern - heute - übermorgen
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